FAQ

Allgemeine Fragen

Welche Vorteile hat das Beckenbodentraining auf dem PelviPower im Vergleich zum traditionellen Beckenbodentraining?
Das PelviPower™-Training erfordert keine Anstrengung und hat eine stärkere Wirkung als klassische Beckenbodenübungen oder eigenständiges Training.
Es hilft auch, die Verbindung zwischen dem Gehirn und dem Beckenboden herzustellen und zu verbessern, daher hilft es auch Menschen, denen es schwerfällt, ihren Beckenboden bewusst zu aktivieren oder die ihn nicht vollständig aktivieren können.
Es gibt zusätzliche Frequenzen, die die Nervensignale beruhigen können (wodurch Drang oder Schmerzsymptome reduziert werden), und andere, die zur Entspannung der Muskeln beitragen. Dies ist ein zusätzlicher Nutzen im Vergleich zum klassischen Training

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Wie lange wird es dauern, bis ich eine Verbesserung meines Muskeltonus bemerke?
Die meisten Anwender:innen bemerken die Vorteile des PelviPower-Trainings ziemlich schnell. Der Grad der Verbesserung ist nicht bei jeder Person völlig gleich, aber die meisten Anwender:innen spüren eine Verbesserung nach etwa der fünften Sitzung, manche etwas früher und manche etwas später
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Würde es helfen, wenn ich meinen Beckenboden auch selbst trainiere?
Bislang gibt es keine Belege dafür, dass die Durchführung zusätzlicher Beckenbodenübungen den Behandlungserfolg beschleunigt. Es ist jedoch ratsam, so früh wie möglich mit eigenen Übungen zu beginnen. Das PelviPower™-Training ermöglicht es den Klienten:innen, ihren Beckenboden früher und deutlicher zu spüren als bei herkömmlichen Übungen. Ein Vorteil ist, dass relativ schnell und gezielt, ein besseres Körpergefühl für die Beckenbodenmuskulatur entwickelt werden kann.
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Wie lange hält die Wirkung der Behandlung an?
Untersuchungen zu häufigen Problemen eines schwachen Beckenbodens (wie Inkontinenz) haben gezeigt, dass die positiven Auswirkungen (Verringerung oder Beseitigung der Symptome nach dem Magnetstimulationstraining) auch noch 1 Jahr nach Abschluss des Trainings anhalten. Es gibt jedoch keine eindeutige Antwort auf diese Frage. Wie lange die Wirkung von PelviPower™ anhält, hängt u.a. vom  allg. Befinden des/der Klienten:in ab und davon, ob dem Training ein eigenständiges Training oder körperliche Aktivitäten folgen.
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Wie viel Erfahrung gibt es bereits mit dem Erfolg der Trainingsanwendung auf dem PelviPower Magnetfeld Trainer?
Das PelviPower Training ist die beste Wahl um einen schwachen Beckenboden zu trainieren und wissenschaftlich belegt.  Das Training mit dem PelviPower ähnelt dem klassischen Beckenboden-Training , jedoch mit einer Reihe von bedeutenden Vorteilen. PelviPower™-Magnetfeld-Training trainiert die Beckenbodenmuskulatur auf einfache, bequeme und effektive Weise. 
 
Die „Funktionelle Magnetstimulation“ (FMS) des Beckenbodens basiert auf dem Prinzip der „Repetitiven Peripheren Muskelstimulation (RPMS)“. In den letzten 10 Jahren wurden viele neue Forschungen auf diesem Gebiet durchgeführt, und die Ergebnisse zeigen, dass FMS und RPMS eine wirksame Trainingsform sind, da sie bei einem breiten Spektrum von Bevölkerungsgruppen angewendet werden können. Darüber hinaus haben neue Forschungsergebnisse gezeigt, dass FMS des Beckenbodens besonders wirksam für diejenigen ist, die von Beckenbodenübungen allein nicht profitieren. Dies ist verständlich, da es Hindernisse bei der alleinigen Durchführung von Beckenbodenübungen geben kann, wie z.B. Schwierigkeiten bei der spezifischen Aktivierung der richtigen Muskeln und Schwierigkeiten bei der Koordinierung der Muskelgruppen damit diese zusammenarbeiten können. Dies alles kann durch FMS des Beckenbodens überwunden werden. 
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Kann ein:e PelviPower-Nutzer:in auch 2 Sitzungen hintereinander auf dem PelviPower machen? Also 2 x 22,5 Minuten? Oder ist das nicht empfehlenswert? 
Es ist nicht zu empfehlen, da es zu einer Überanstrengung führen kann und keinen zusätzlichen positiven Effekt bringt. In der Regel ist eine Trainingseinheit von 15-25 Minuten optimal für den Erfolg.
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Ist es möglich, dass sich ein Blasensymptom nach einer PelviPower-Sitzung oder nach den ersten Sitzungen  (1-5 Sitzungen) verschlechtert?
Es ist möglich, dass es innerhalb der ersten 10 Trainingssitzungen zu einer Erstverschlechterung kommt. Das liegt daran, dass der ohnehin schon schwache Beckenboden durch das Training nun zusätzlich gefordert wird. Dadurch erhält die Muskulatur aber einen positiven Impuls zum Aufbau, der erst in der Ruhephase erfolgt.
 
Eine gute Analogie ist: Wenn Sie Krafttraining machen, z. B. Liegestütze, können Sie nicht am gleichen Tag und am nächsten Tag die gleiche Anzahl von Liegestützen machen, weil die Muskeln erschöpft sind. Außerdem kann es sein, dass der Beckenboden hypertensiv war und nun durch die Stimulation wieder normotensiv geworden ist; hier muss er sich erst wieder an die neue Situation gewöhnen.
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Wie gehen wir mit präventiven Fällen um?
Beispiel: Die Interessentin kann ihren Beckenboden gut ansprechen, sie hat in der Vergangenheit auch konventionelles Training gemacht. Sie muss allerdings nachts auf die Toilette gehen.  Aber sie möchte PelviPower präventiv ausprobieren.
Wir haben viele Kunden:innen, die präventiv mit Pelvipower trainieren. Die Häufigkeit der Sitzungen, die sie in diesem Fall durchführen, ist flexibel. Daher ist es ratsam, die Vorlieben des /der Kunden:in zu berücksichtigen.
            a) Ein kurzes, aber intensives Training, das Kraft und Ausdauer steigert, ist zum Beispiel präventiv sinnvoll. (z. B. 1-2 Mal pro Woche – 10 Sitzungen).
            b) Andererseits ist es in präventiven Fällen, da der Beckenboden bereits ein höheres Funktionsniveau hat, auch möglich, etwas mehr Abstand zwischen den Sitzungen zu lassen und trotzdem einen positiven Effekt zu erzielen. In diesem Fall ist es in der Regel immer noch gut, mindestens 5 Sitzungen mit einer Regelmäßigkeit von 1+ x pro Woche durchzuführen (um einen muskelaufbauenden Effekt zu erzielen) und dann die Möglichkeit zu haben, die Regelmäßigkeit zur Aufrechterhaltung zu reduzieren (z.B. 2 Wochen Abstand)
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Was ist die allgemeine Regel: Funktionelles Krafttraining nach der Sitzung? Oder ist es besser, es vor der Sitzung zu machen?
Im Allgemeinen ist ein funktionelles Krafttraining (mit Schwerpunkt auf dem Beckenboden) vor der PelviPower-Sitzung besser. Dies ist jedoch nicht immer unbedingt erforderlich (siehe unten):
 
Klienten:innen, die zu Beginn ein niedrigeres Niveau haben, haben nach einer PelviPower-Sitzung eindeutig einen müden Beckenboden und sind nicht in der Lage, Ausdauertraining effektiv durchzuführen. Dies zeigt sich deutlich beim bewussten Beckenbodentraining mit dem Biofeedbackstuhl, wenn es nach einer PelviPower-Sitzung durchgeführt wird, im Gegensatz zu vorher. Für diese Klientengruppe ist es daher empfehlenswert, das zusätzliche Beckenbodentraining vor der PelviPower-Sitzung ODER bei einer anderen Gelegenheit durchzuführen. 
 
Für Klienten:innen mit höherer Funktion ist es immer noch möglich, ein Training danach durchzuführen, und es ist NICHT kontraproduktiv. Ein Training vor der PelviPower-Sitzung könnte hier immer noch eine Option sein, und es gibt den zusätzlichen Vorteil, dass die PelviPower-Sitzung danach zusätzliche Entspannungseffekte für die Muskeln mit sich bringt (könnte z. B. die Wahrscheinlichkeit von Muskelkater verringern, wenn sie danach durchgeführt wird).
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Hat PelviPower eine signifikante Auswirkung auf die Erwärmung von empfindlichem Gewebe und wie kann ich den Klienten:innen versichern, dass es in diesem Bereich sicher ist?
Im Allgemeinen kommt es zu keiner gefährlichen Erwärmung des Gewebes. Das Gewebe erwärmt sich natürlich durch das Training, die Kontraktion und weil die Muskelaktivierung Energie erzeugt, und auch durch den erhöhten Blutfluss. Dieser Erwärmungseffekt geht aber nicht über den eines herkömmlichen Muskeltrainings hinaus. 
In der wissenschaftlichen Literatur sind keine negativen Auswirkungen beschrieben, auch keine Verbrennungen oder Gewebeschäden.

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Hilft PelviPower gegen chronische Verstopfungen?
Wenn Ursache der Verstopfung ein gestörter Entleerungsreflex aufgrund einer Beckenbodenschwäche mit oder ohne Rectumsprolaps ist, dann hilft das Magnetfeldtraining sehr gut gegen diese Form der Verstopfung. 
Bei allen anderen Formen der Verstopfung (medikamentösinduziert, Lifestyle – Wenig Flüssigkeitsaufnahme, wenig Bewegung, andere Erkrankungen) bringt das Magnetfeldtraining eher keine Besserung der Verstopfung.

Fragen zu Kontraindikationen

Ich möchte gerne schwanger werden und meine Beckenbodenmuskulatur darauf vorbereiten. Kann ich PelviPower MFT anwenden? 
Eine Schwangerschaft ist eine Kontraindikation. Solange Sie das MFT anwenden, sollten Sie verhüten. Denn es ist immer eine Kontraindikation, wenn Sie schwanger sind, egal wie weit fortgeschritten. Wenn Sie „aktiv“ planen, d.h. nicht mehr verhüten, kommt nur noch der Biofeedback-Trainer in Frage.
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Können Frauen, die eine Kupferspirale oder Goldspirale haben, PelviPower verwenden. Ist dies eine absolute Kontraindikation, oder können sie sich für die MFT entscheiden oder ihren Gynäkologen um Klärung bitten?
Kupfer und Gold sind nicht ferromagnetisch, daher besteht hier keine Gefahr. Die Goldspiralen bestehen in den meisten Fällen aus einer Gold-Kupfer-Legierung, so dass auch hier keine Gefahr bestehen sollte. 
Daher können Kundinnen sicher mit Kupfer- oder Goldspiralen das PelviPower Training machen. Wir müssen jedoch darauf hinweisen, dass Spiralen theoretisch verrutschen können und somit eine ausreichende Verhütung nicht gewährleistet ist. Wir empfehlen daher andere Verhütungsmethoden während des Traiing und eine Positionkontrolle beim Gynäkologen nach Abschluss der gesamten Trainings-Blocks.
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Ist ein Knieersatz eine Kontraindikation. Was ist mit einem Kniescheibenersatz? 
Knieprothesen sind keine Kontraindikation. Nur wenn ein Metallfortsatz (Nagel) in den Oberschenkelknochen hineinragt, wird dieser durch das Magnetfeld geortet.
Bitte weisen Sie daher immer darauf hin, dass kein Metall weiter als ca. 10 cm oberhalb des Knies vorhanden sein sollte.
Wenn es sich um eine normale Knie-TEP handelt, ist es kein Problem.
Z.B. bei einer Hemislideprothese oder ein Patella-Ersatz  sind kein Problem.
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Ist eine Hüfte aus Titan kontraindiziert?
 Ja. Dies ist eine Kontraindikation. Der Schaft im Oberschenkelknochen besteht aus einer Titanverbindung, die sich leider erhitzen kann.
Gernell sind alle Hüftimplantate eine absolute Kontraindikation
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Was genau bedeutet der Begriff dekompensierte Herzkrankheit/Herzrhythmusstörungen? Wer darf das PelviPower nicht benutzen?
Dekompensierte Herzkrankheit bedeutet, dass der/die Klient:in die Diagnose einer Herzkrankheit hat, z. B. Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, chronisches Koronarsyndrom usw., und dass er derzeit akut ist. Und er/sie hat derzeit auch akute Beschwerden deswegen, z. B. Bein- oder Lungenödeme, Kurzatmigkeit, Angina pectoris, usw. Sind die Klinten:innen  jedoch gut auf die Medikamente eingestellt, d.h. ihr Zustand ist seit Wochen stabil, und sie benötigen derzeit oder in letzter Zeit keine ärztliche Behandlung, dann ist ihre Herzerkrankung kompensiert und kann von dieser Seite aus behandelt werden, wenn keine andere Kontraindikation vorliegt. Im Zweifelsfall sollten Sie sich mit dem behandelnden Arzt oder mit uns beraten
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Eine Kundin, die eine starke Reaktion mit starkem Kribbeln und Schwindelgefühl sowie nach der Sitzung Bluthochdruck hatte, leidet ebenfalls an Polyneuralgie. Ist dies der Grund für ihre Reaktion? Ist es wahrscheinlich, dass Fibromyalgie auch ein Problem bei der Anwendung von PelviPower ist?
Weder bei Polyneuropathie noch bei Fibromyalgie sind Nebenwirkungen zu erwarten.  Diese Symptome können z.B. auf eine (beginnende) Panikattacke hinweisen. 

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Kann mann PelviPower direkt nach einer Schildrüsenentfernung benutzen?
Ja, es ist kein Problem

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Ist eine  Schilddrüsenüberfunktion eine absolute Kontraindikation bei der Anwendung von PelviPower?.
 
Es ist keine absolute Kontraindikation. In der Regel sind Kunden:innen mit Schilddrüsenüberfunktion medikamentös eingestellt, sodass sie eine ausgeglichene Stoffwechsellage haben und deshalb auch keine Symptome.

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Kann eine PelviPower Sitzung bei der Erkrankung Divertikulitis durchgeführt werden bzw. gibt es hier etwas zu beachten?
Hier muss man zwischen Divertikulose und Divertikulitis unterscheiden. Ersteres sind Ausstülpungen vom Darm, die vollständig asymptomatisch sein können. Sie können sich aber auch entzünden, dann spricht man von einer Divertikulitis, die oft eine antibiotische Behandlung benötigen. Kunden:innen, die eine Divertikulose haben, können auch mehrmals an einer Divertikulitis leiden. Es handelt sich hierbei um eine bakterielle Infektion, weshalb ich hier im akuten Stadium von einem Training abrate, es fällt auch unter die relative Kontraindikation „fieberhafter Infekt“, auch wenn die Betroffenen, gerade ältere, nicht unbedingt Fieber haben müssen. Es sollte hier  mit einen Training auf dem PelviPower abgewartet werden, bis diese Infektion abgeheilt ist. 
 
Wichtig ist die Klienten:innen genau zu fragen, ob sie aktuell aufgrund einer Divertikulitis in Behandlung sind, oder ob sie eine Divertikulose haben, die unbedenklich ist

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Technische Fragen

Was kann ich tun, wenn die Intensität 1 für meinen Kunden zu hoch ist und er sich nicht wohl fühlt?
Es gibt viele Möglichkeiten, die Intensität der Sitzung zu verringern und dafür zu sorgen, dass sie für Ihre:n Kunden:innen angenehm ist. Zum Beispiel: 
 
1) Verwenden Sie ein gefaltetes Handtuch und setzen Sie sich darauf…. Falten Sie es so oft wie nötig, damit die Stimulation schmerzfrei und angenehm ist. 
 
2) Vergewissern Sie sich, dass die Sitzposition eine entspannte, zurückgelehnte Position ist. (Die Stimulation wird weniger intensiv empfunden, wenn die Sitzposition zurückgelehnt ist.)
 
3) Bewegen Sie die Spuleneinstellung von der schmerzhaften Stelle weg. Wenn die Klienten:innen z.B. Schmerzen im Rückenbereich haben, stellen Sie die Spule auf die Einstellung L, die weiter vorne liegt. Oder wenn Sie PelviBack verwenden, wechseln Sie zu Pelvitrain mit L.
 
4) Reduzieren Sie auf niedrigere Frequenzen, indem Sie das Programm ändern (z. B. auf PelviVital)
 
5) Verringern Sie die Einstellung aktiv:Pause auf eine geringere Stimulation (z. B. auf 6:4 oder 4:4).